Saturday, 31. December 2005
Fazit:
"Wie kann einen Congress ueberlebt: Kaffee muß, Pizza kann, Dusche braucht nicht"
"22C3 - Fazit" vollständig lesen
Friday, 30. December 2005
Wednesday, 28. December 2005
Alle Jahre wieder trifft sich zwischen Weihnachten und Neujahr allerlei verrücktes Volk in Berlin.
"22C3 - Erster Tag" vollständig lesen
Saturday, 24. December 2005
Nach meiner Reise in die Vergangenheit vor 2 Wochen hatte ich heute eine etwas ruckelige, dafür um so schmerzhaftere Rückreise in die Gegenwart.
"Rückreise aus der Vergangenheit" vollständig lesen
Monday, 12. December 2005
Die letzte Woche war scheinbar eine Reise in die Vergangenheit...
Es ging damit los, dass ich Donnerstag zu meinen Eltern gefahren bin, um mit Hilfe meines Vaters eine Gitarre für eine Freundin zu kaufen. Ich hatte danach auf dem Weg zum Bahnhof noch etwas Zeit, daher habe ich beschlossen, dass ich mal an meiner alten Schule vorbeigehe.
Als allererstes stellte ich fest, dass die Schule daneben (in der meine kleine Schwester ist), einen Anbau hochzieht. Dann, dass ich selbst von den Oberstufenschülern keinen mehr kenne.
Dann, dass die Putzfrauen immer noch dieselben sind. Ich hab mich sehr nett mit einer unterhalten, die sogar noch meinen Namen wusste - also, den vor der Hochzeit - und schon beim Hand schütteln stellte sie fest, dass ich verheiratet bin.
Im Lehrerzimmer hat mir wer aufgemacht, den ich noch nie gesehen hatte. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob er Referendar ist oder junger Lehrer, aber er war wohl kaum wirklich viel älter als ich. Leider war gerade Unterricht, und daher das Lehrerzimmer eher dünn besiedelt - eben mit drei jungen Lehrern, von denen keiner über 30 gewesen sein kann, und die ich entsprechend nicht kannte. In der Pause kamen ein paar Lehrer rein, die ich dann kannte, und zeigten sich sehr erstaunt und ich glaube auch etwas erfreut über meinen Besuch, und im Laufe der nächsten Schulstunde wurden es noch mehr, da danach Gesamtlehrerkonferenz war. So konnte ich ein paar Takte mit meinem Englisch-LK-Lehrer reden, kurz mit meinem Musik-LK-Lehrer, etwas länger mit einer alten Biolehrerin, die ich glaube ich das letzte Mal in der 9. Klasse gehabt hatte, mit einer Reli-Lehrerin, die ich nie gehabt hatte, aber von irgendwoher trotzdem kannte, und mit noch ein paar meiner ehemaligen Lehrer. Ich habe erfahren, dass mein Ethik-Lehrer (dessen hochinteressantem Unterricht ich es zu verdanken habe, dass ich 15 Punkte im mündlichen Abi hatte) bald pensioniert wird, dass mein Mathe-Grundkurs-Lehrer schwer krank ist (was mich nicht wirklich allzu sehr wundert, da er Kettenraucher war / ist), dass eine frühere Klassenkameradin, deren Mutter Lehrerin ist, irgendwas im Kommunikationsbereich studiert hat und jetzt auf Jobsuche ist, dass... jede Menge halt.
Es war ein total verrücktes Gefühl, durch die altvertrauten Gänge zu laufen, teilweise sogar noch Bilder an den Wänden hängen zu sehen, die ich noch von vor 5 Jahren kannte, bekannte Gesichter zu sehen und zu sehen, wie sie sich verändert haben, älter, ja teilweise richtig alt geworden sind...
Am Sonntag dann war ich in Mannheim, mit Freunden dort auf dem Weihnachtsmarkt. Ich weiss nicht, wann ich dort das letzte Mal war, muss ein paar Jahre hergewesen sein, aber nicht so ewig. Und dennoch...
Auf diesem Weihnachtsmarkt gibt es ein Karusell. Ein wunderschönes, zweistöckiges Karusell. Irgendwo stand, dass es schon über 100 Jahre alt ist. Und bei dem Karusell dabei ist ein Wagen mit einer Orgel. Alles schön geschnitzt, bunt bemalt... Als kleines Kind, also vor an die 20 Jahren, saß ich schon auf diesem Karusell. Oft und gerne. Und die Orgel fand ich total beeindruckend. Gestern stand ich wieder davor und fragte mich, ob das früher auch schon so klein war, oder ob es wer geschrumpft hat. Aber die Orgel fand ich immer noch toll. Nur war das nicht die einzige Reise in die Vergangenheit an diesem Tag.
Wir sind dann später zur neuen Wohnung des befreundeten Paares gefahren. Auch diese Fahrt ging durch irgendwie vertraute Gefielde, zumindest teilweise. Als wir dann ausgestiegen sind aus der Straßenbahn, stellte ich fest: Wir sind gerade 2 Blöcke weg von dem Gymnasium, in dem ich in der 5. Klasse war. Und da, wo früher ein popeliger Bus fuhr, fährt jetzt eine Straßenbahn. Und ein paar Meter die Straße runter ist der Weg, den ich immer gegangen bin, wenn ich mit dem Bus zur Schule gefahren bin. Den konnte ich vom Balkon der Freunde sogar sehen, ein kleiner Grünstreifen zwischen Häusern. Und sie wohnen keine 100 m Luftlinie von der Schule weg. Verrückt.
Ich weiß nicht, manchmal habe ich das Gefühl, ich werde alt. Dann, wenn ich mir Gedanken mache, wie lange es her ist, dass ich dort zur Schule gegangen bin. Wenn ich mir anschaue, wie sehr sich alles verändert hat. Und vor allem dann, wenn ich mir überlege, wie sehr ich mich verändert habe. Mein Abitur ist etwas über 5 Jahre her. Es kommt mir vor, als sei es in einem anderen Leben gewesen.
Wednesday, 7. December 2005
Man stelle sich vor, es ist früher Morgen. Kurz vor 9, um genau zu sein. Nach der ersten Tasse Tee und einer Nacht mit zu wenig Schlaf - nicht nur bin ich wie immer zu spät ins Bett gegangen, ich konnte noch dazu nicht sonderlich gut einschlafen und war dann auch noch zu allem Überfluss eine Stunde vorm Wecker wach - erwache ich so langsam, und dann ist auch schon fast Zeit für die Radionachrichten. Wie immer um diese Zeit - und besonders extensiv zur Zeit, da so kurz vor Weihnachten ja eh alle mit psychischer Folter zum Konsum gezwungen werden müssen - kommt vor den Nachrichten - die dem Foltergrad der Werbung in nicht wirklich viel nachstehen - die Werbung.
Besondere Gänsehaut (verbunden mit Zähneknirschen, daher keine wohlige solche) hat mir folgende Werbung gemacht - man hört die Stimme eines kleinen Kindes: "Blau... blaaaau... Roooot! Mama, jetzt können die Nudeln in den Topf!" Die Werbung ist für einen neuen Topf von Fissler, der eine Temperaturanzeige hat. Ich denk mir nur - wie unnötig ist sowas? Also, ich meine... Nudeln kommen dann ins Wasser, wenn selbiges sprudelnd kocht... Ob die Anzeige am Deckel da rot leuchtet, oder meinetwegen lilablassblau pulsiert... who cares?
Meine Güte, ich lasse mir ja gefallen, dass es toll ist, um Gemüse möglichst schonend zu garen und so. Aber die Werbung ist sinnbefreit. Für Nudeln ist sowas definitiv albern.
Sunday, 4. December 2005
Die Weihnachtsmarktzeit hat endgültig voll und ganz zugeschlagen. Das ist an und für sich ja nichts schlimmes, ich flaniere selbst gerne über Weihnachtsmärkte, gucke mir die feilgebotenen Nutz- und Geschmacklosigkeiten an und schnuppere an den Essensständen rum, und hin und wieder gönne ich mir auch mal einen Glühwein. Einen, wohlgemerkt. Mehr vertrag ich nicht. Mehr vertragen wohl auch diverse andere Leute nicht.
Denn wenn ich denn mal abends länger unterwegs bin, was ich momentan aus irgendeinem Grund öfter bin, dann ist die Bahn immer voll von Leuten in verschiedenen Stadien der Abfüllung. Da sind die Kids (die bestimmt schon 18 sind, die für mich, 8 Jahre älter, aber immer Kids sein werden...), die einfach nur unglaublich albern sind und sich die ganze Zeit nur totlachen. Da sind die Studenten, die auf sehr hohem Niveau besoffen sind. Es ist immer wieder nett, einem völlig sinnlosen, aber intelligent geführten Gespräch zuzuhören. Es gibt die Doofen, die Prolls, die nüchtern genauso doof sind wie besoffen, da ändert sich garnix, nur die Fahne. Und dann gibts noch die Berufssäufer. So einen hatte ich Freitag abend in der Bahn gegenüber von mir sitzen - der dann lallenderweise anfing sich aufzuregen über die Kids, die so furchbar albern seien, und über mich, die ich angestrengt in die andere Richtung gestarrt habe, wie arrogant ich sei (oder sowas in der Art glaube ich verstanden zu haben, als ich aus der Bahn gestiegen bin). Und gestern im Bus war auch noch ein Exemplar dieser Art, allerdings hatte der wohl nochmal einen mehr geladen als der Laller am Freitag... Er schlief den Schlaf der Ge... nein, der Besoffenen, ausgebreitet über vier Sitze im Bus. Und schnarchte. Hin und wieder bewegte er sich ein wenig, rückte sich zurecht, schnarchte weiter. Von Endhaltestelle zu Endhaltestelle - wo er dann auch nicht aufwachte und sitzenblieb.
Es muss wohl wer den Busfahrer darauf aufmerksam gemacht haben, denn als wir unseren dritten Mitfahrer in die Straßenbahn gesetzt hatten und nochmal am Bus vorbeigelaufen sind, stand eine Traube Menschen inklusive Busfahrer um einen hoch aufgerichteten, gestikulierenden Menschen, der wohl gerade realisiert hat, dass er schon ein paar Stationen zu weit war. Bus- wie alkoholtechnisch.
...ist die Völlerei. Meine Lieblingssünde, glaube ich. Oder, fast. Okay. Vielleicht ganz knapp hinter Unkeuschheit und Faulheit.
Nachdem ich letzte Woche meine Gäste mit Pute gemästet habe, hat sich einer meiner Gäste heute revanchiert und ebenfalls zum Geburtstag geladen. Als Rache sozusagen. Kalorien mit Kalorien gerächt. Ähnlich oppulent fiel denn dann auch das Gelage aus. Es gab Schweinefilets, die in Kräutern sozusagen fast paniert waren, dann angebraten und mit einer Sauce aus Creme Fraiche, Pilzen und Käse komplettiert - üppig ohne Ende... Dazu gab es Reis und was, was eigentlich so simpel wie lecker ist: Statt als Flüssigkeit für einen Anrühr-Kloß-Teig nur Wasser zu nehmen, war ein Teil des Wassers mit einem aufgeschlagenen Ei ersetzt worden und die Masse dann in Scheiben geschnitten und angebraten worden, als Kartoffeltaler. Yummy!
Es stellte sich heraus - dieses Essen haut rein! Gut... kein Wunder bei der Menge an Creme Fraiche und so, die da drin war... Und es macht süchtig. Eigentlich hätte ich garnicht aufhören mögen mit Essen, aber irgendwann hat mein Magen einfach gestreikt. Wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen. Schade eigentlich. Dann wiederum... wenn ich mir überlege, was wir übergelassen haben, dann waren das etwa 1 1/2 Portionen. Wir waren 3 Leute weniger als ursprünglich vom Gastgeber geplant. Äääääh...
Und dann gabs auch noch Nachtisch! Noch sowas raffitückisches: Unten Eis, dann Mandarinen (ich glaub, mit Grand Manier, wenn ich das richtig geschmeckt hab) und dann eine angebräunte Eischneehaube.
Und jetzt bin ich mal wieder im Fresskoma. Ich versuche gerade, den Fleisch-Creme Fraiche-Käse-Klumpen in meinem Magen etwas aufzuweichen, mit einem gediegenen Absacker (lecker Whisky) und werde dann wohl bald ins Bett kugeln. Laufen geht schwerlich. Ich hoffe, das geht nicht so weiter bis Weihnachten...
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Kommentare
Tue, 20.12.2011 11:17
Ich denke auch, man schwätzt z uweilen viel, wenn der Tag lan g ist und kann nicht alles ums etzen. Frage ist, sch [...]
Tue, 20.12.2011 01:02
An ihren Früchten werdet ihr s ie erkennen.
Mon, 19.12.2011 23:54
Überlebender von Cighid?
Mon, 19.12.2011 14:59
Hört sich nach meiner Kindheit an.
Thu, 27.10.2011 21:37
Die Realitäten in .de sind seh r schön zusammengefasst. Es i st nach wie vor nicht gewünsch t, daß Mütter arbeiten. [...]
Mon, 25.07.2011 21:03
Du kriegst, wenn du ein Kind b ekommst, einen riesigen Ordner voll mit Papier. Es wuerde re ichen, wenn man den Elte [...]
Wed, 04.05.2011 18:40
Nur der Vollständigkeit halber : Was zu seinem Tod geführt ha t, habe ich bewußt ausgelassen . Denn es ist letztlich [...]
Wed, 04.05.2011 09:01
Ich kann mich auch nich "freue n". Wollte eigentlich auch noc h dazu bloggen. Militärische A ktionen auf fremden Hohe [...]
Tue, 03.05.2011 22:45
Ich sehe es genauso wie du.
Tue, 03.05.2011 20:01
http://www.lawblog.de/index.ph p/archives/2011/05/02/den-sche in-des-anstandes-wahren/ Du bist nicht allein
Wed, 23.02.2011 10:39
Och, man[1] erzählte mir, daß schon so manche Doktorarbeit g elesen wurde, indem sie vier W ochen lang auf einem Sch [...]
Wed, 23.02.2011 09:04
...und ich frag mich immer noc h ob die Prüfer die Arbeit übe rhaupt gelesen haben.
Wed, 02.02.2011 19:51
Ja, latürnich. Aber spätestens seit "wag the dog" bin ich in Medienkritik hinreichend gesc hult, um Objektivität be [...]
Tue, 01.02.2011 19:23
Sorry, aber das ist wirklich e infach
Thu, 06.01.2011 17:36
Da kann man jetzt rumjammern w ie man will - mit FORMALIEN ka nn man jeden festhalten, bis e r schwarz wird. Warum, z [...]